ALKOHOL LACHGAS PILZE
TROMPETENBAUM
ECSTASY ASS
HEROIN
CANNABIS
AMPHETAMINE
GHB
PCP
KOKAIN
KETAMIN

Ketamin (Ketaminhydrochlorid) ist ein Narkosemittel, das unter dem Namen Ketanest oder Ketamin ratiopharm in Ampullen a 10 bzw. 50 mg als Injektionsloesung auf dem Markt ist.

Es ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und findet primaer in der Tiermedizin eine Anwendung. Am Mensch wird es in der Regel nur bei Notfalloperationen in Kombinatin mit Valium/Faustan (WS:Diazepam) eingesetzt, um die unerwuenschten Nebenwirkungen zu unterbinden. Es wird sowohl als weisses oder graeuliches Pulver als auch als Ampullenloesung unter dem Namen K, Special K, Vitamin K usw. angeboten und kann daher geschluckt, geschnupft und intramuskulaer und intravenoes injiziert werden.

Wirkung

nicht-kompetitiver Antagonist am NMDA-Rezeptor

Wirkung am Thalamus > dissoziative Anaesthesie

Bei geringer Dosierung kann bei Ketaminkonsum, die den Konsumenten nicht in Narkose versetzt (individuelle Erfahrungen) auftreten:

   * Akustische Halluzinationen
   * Raum und Tiefe werden veraendert und oft nur zweidimensional gesehen.
   * Geschmack und Geruch sind ausgeschaltet
   * Musik wird verzerrt wahrgenommen
   * Redelust und Emotionen sind herabgesetzt
   * Ein Gefuehl des Schwebens ueber den Dancefloor
   * Die Umwelt kann sich fragmentarisch aufloesen
   * Die Grenze zwischen sich und der Umwelt loest sich auf
   * Gedanken koennen abreissen
   * Es kann zur Uebelkeit kommen

Bei sehr hohen Dosen schneidet Ketamin die Verbindung zur Aussenwelt ab. Im Gehirn kommen dann keine Sinneswahrnehmungen an, und so werden Visionen und Erinnerungen aus dem Unbewussten in den leeren Raum gesaugt.. In dieser Zeit ist man aeusseren Einfluessen hilflos ausgeliefert. ("Lost in the K-Hole") Das Schmerzempfinden wird vollkommen ausgeschaltet

Es besteht die Gefahr sich zu verletzen ohne es zu bemerken (Trinken heisser Getraenke-Verbruehungsgefahr)

Ketamin ist keine Tanzdroge.

Die Dosierung ist stark von der Konsumform und der eigenen Person abhaengig. Die Wirkung setzt

   * geschluckt (fluessig) nach 15-20 Minuten (250-400 mg) - Uebelkeit kann verstaerkt auftreten
   * geschnupft nach ca. 5-10 Minuten, (50-150 mg) - es brennt stark in der Nase
   * intramuskulaer nach 2-5 Min (30-120 mg) - Man kann sehr schnell an die Grenze der Ohnmacht gelangen
   * intravenoes sofort - Du bist wahrscheinlich ausgeknockt bevor die Nadel draussen ist

Risiken und Nebenwirkungen:

   * Tachykardie, Blutdruckanstieg, Salivation, Alptraeume
   * Ketamin ist ein Anaesthetikum. Die Gefahr der Ohnmacht und die Verletzungsgefahr bei einem ev. Sturz ist gross.
   * Leichter Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks
   * Zeitlich und inhaltlich begrenzte Erinnerungsluecken in der Phase nach dem Abklingen der Ketaminwirkung koennen auftreten
   * Unangenehme Aufwachreaktionen (halluzinogene Erscheinungen, negativ gefaerbte Traumerlebnisse)
   * Verstaerkter Speichelfluss kann auftreten
   * Voruebergehende Beeintraechtigung von Sprache und Bewegung
   * Anstieg des Hirndrucks ist moeglich
   * Atemdepression bei sehr rascher intravenoeser Injektion.
   * Angstzustaende sind moeglich
   * Es koennen Uebelkeit und Erbrechen auftreten (vor allem bei Bewegung)
   * Psychosen koennen ausgeloest werden

Bei Ueberdosis: Narkose

Eine psychische Abhaengigkeit kann entstehen

Mischkonsum mit anderen Substanzen erhoeht die Risiken und Nebenwirkungen!

Ketamin untersteht nicht dem BtmG, wohl aber dem Arzneimittelgesetz. Wer Ketamin ohne Lizenz abgibt oder verkauft macht sich strafbar.

 

Lachgas schmeckt leicht suesslich. Es bindet sich vor allem an den Fettzellen. Aus diesem Grund ist die Wirkung bei schlanken Menschen staerker. Die Droge wird oft in Luftballons verkauft. So soll die Gefahr von Atemstoerungen reduziert werden. Bei Bewusstseinsstoerungen waehrend des Konsums kann der Anwender den Ballon nicht festhalten und atmet dann wieder "normale" Luft ein.

Wirkung:
Lachgas wirkt stark schmerzstillend und schwach narkotisch. Es hat keine muskellaehmende Wirkungen und bindet sich nicht an das Haemoglobin. Das Gas wird in der gleichen Form ausgeschieden, wie es eingenommen wurde. Nach einer Stunde sollen keine Anteile der Droge mehr im Koerper zu finden sein. Lachgas wirkt brandfoerdernd, ist aber selbst nicht brennbar. In der Lebensmittelindustrie wird es als Aufschaeummittel fuer Sahne verwendet. Der Siedepunkt liegt bei -88,7°C.

Der Anwender erlebt oft erotische Traeume. Eine physische Abhaengigkeit soll nicht auftreten. Oft haben die User aber eine kurzzeitige Gier nach der ersten Einnahme. Die Droge ist legal und in manchen Supermaerkten zu erhalten. Die meisten Drogenscreenings enthalten keine Untersuchung nach Lachgas (ist auch wegen der schnellen Elimination meist ueberfluessig). Bei geoeffneten Augen hat der Anwender das Gefuehl, dass alles heller wird. Das Bild wirkt groeber (Fernsehschnee). Der Schnee erscheint aber in verschiedenen Farben. Der Anwender sieht alles durch einen Schleier. Um Gegenstaende und auch Personen ist ein farbiger Saum zu erkennen. Typisch ist auch ein Tunnelblick. Bei geschlossenen Augen sind bunte, langsam verschwiendende Formen vorbei. Die Figuren koennen aber auch schnell vor den Augen vorbeiziehen. Die Wahnvorstellungen werden von der akustischen Umgebung beeinflusst.

Der User soll ziemlich klar denken koennen. Das Fuehlen, Hoeren und Sehen interessieren im Rausch nicht. Das Zeitgefuehl ist komplett aufgehoben und verhindert so jede Kontrolle waehrend der Inhalation. Der Anwender hat die groessten Gluecksgefuehle. Das Schweben durch den Raum und die Zeit wird stark durch die Umgebung beeinflusst. Den ganzen Koerper durchstroemt ein starkes Waermegefuehl. Den Usern ist stark schwindelig. Es kann ein Taubheitsgefuehl in den Armen und den Beinen auftreten. Teilweise kann es zu Kraempfen kommen. An die Illusionen waehrend des Rausches kann sich der Konsument nicht mehr erinnern. Lachgas kann akute Asthma-Anfaelle ausloesen. Lachgas kann aus dem Blut ausgasen und sich in luftgefuellten Hohlraeumen, wie z.B. dem Mittelohr, sammeln. Alkohol und Lachgas steigern den emetischen Effekt.

Gefahren:
Manche Anwender ziehen sich zum Inhalieren eine Plastiktuete ueber den Kopf. Dabei entsteht akute Erstickungsgefahr. Bei der Verwendung von grossen Gasflaschen in engen, geschlossenen Raeumen besteht ebenfalls Erstickungsgefahr. Lachgas und offene Flammen sind eine gefaehrliche Kombination, da Lachgas brandfoerdernd ist. Bei dem direkten Konsum von Lachgas aus den Kapseln oder den Gasflaschen besteht die Moeglichkeit, dass die Lippen an den Gasquellen festfrieren ! Bei der Verwechslung von Lachgas- mit CO2-Kapseln besteht akute Erstickungsgefahr.

Massnahmen:
Da das Gas schnell wieder aus dem Koerper eliminiert ist, wird der Rettungsdienst kaum akute Intoxikationen vorfinden. Die Patienten sind mit Sauerstoff zu beatmen. Meist reicht aber eine Sauerstoffinsufflation von 4 l/Minute. Alle weiteren Massnahmen erfolgen symptomatisch.

 

PCP (Phencyclidine)

Namen: Angel Dust, Engelsstaub, PeaCePills, Rocket Fuel.

Wirkung:
Die Wirkung von PCP ist von der aufgenommenen Menge abhaengig. So sind zentral daempfende und zentral stimulierende Symptome erkennbar. Das Atemminutenvolumen, das Atemzugvolumen und die Atemfrequenz werden gesteigert. Alle Sinnesreize werden reduziert und der User hat das Gefuehl sich aus seiner Umgebung zu loesen (wegzuschwimmen). Es sind Symptome moeglich, die an eine Schizophrenie erinnern. Am Herzen ist eine Tachykardie zu erkennen. Der Blutdruck steigt. Bei hohen Dosen nimmt die Atmung in Frequenz und Atemzugvolumen ab. An den Pupillen ist eine Miosis erkennbar. Weitere Zeichen sind geroetete Bindehaeute der Augen, Roetung der Haut, Uebelkeit, Erbrechen und eine Hypersalivation. Typisch sind die neurologischen Symptome. Der Patient kann seine Motorik nicht kontrollieren, so dass der Eindruck eines Betrunkenen mit dem schleppenden und taumelnden Gang zu erkennen ist. Die Patienten koennen weder den Zehenstand noch den Fersenstand durchfuehren. Insgesamt ist der genaue Wirkmechanismus bis zum heutigen Tage noch nicht eindeutig geklaert. PCP besitzt eine hohe analgetische Potenz.

Symptomatik:

   * · 0,1 mg / kg IV Konzentrationsschwaeche, Denkstoerungen
   * · 1 - 5 mg Oral Sedierung
   * · 0,06 - 0,25 mg / kg IVAuswirkungen auf die Atmung
   * · 10 mg Oral Halluzinationen
   * · 100 mg Oral Koma

Massnahmen:

Der Patient ist vor selbst zugefuegten Verletzungen zu schuetzen. Selbst spuert der Patient die Verletzungen nicht (analgetische Potenz). Starke Beruehrungen und Laerm ist zu vermeiden, da die Patienten extrem darauf reagieren koennen. Zur Sedierung koennen kurz wirksame Benzodiazepine eingesetzt werden. Es kann eine Intubation notwendig werden. Alle weiteren Massnahmen erfolgen symptomatisch. Es existiert kein Antidot.

 

Kokain ist wird in vielen verschiedenen Zubereitungen verwendet. Zum einen wird sie als Pulver geschnupft (koksen), als waessrige Loesung intravenoes gespritzt, als Crack geraucht, als Blaetter (Koka-Blaetter) gekaut und als Tee getrunken. Bei allen Zubereitungen ist die Wirkung jedoch die gleiche. Im zentralen Nervensystem wird durch Kokain die Rueckresorption von Katecholaminen, wie Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Serotonin verhindert. Kokain laesst sich sehr leicht ueber die Schleimhaeute aufnehmen, bei einer Wirkdauer von ca. 15 bis 60 Minuten. Die Aufbereitung von Kokain, indem es mit Backpulver aufgekocht wird, ist als Crack bekannt. Diese billige, leicht herzustellende und sehr schnell wirkende Droge kann mit ihrem niedrigen Schmelzpunkt geraucht werde. Zwei besondere Formen des "Kokaingenuss" ist das Kauen von Koka-Blaettern und das Trinken von Koka-Tee. Bei dem Kauen werden die Koka-Blaetter zusammen mit Pottasche im Mund zerkleinert. Der alkalische Zusatz Pottasche ist deshalb so wichtig, da so das herausgeloeste Kokain chemisch zu Ekgonin umgewandelt wird, das keine suchterzeugende Wirkung besitzt. So ist auch zu erklaeren, dass die wenigsten Koka-Kauer suechtig sind. In vielen Laendern Suedamerikas koennen Koka-Blaetter und auch der "Mate de Coca " (Tee der Koka-Blaetter) voellig legal erworben werden. Sogar eine suedamerikanische Luftlinie bietet den Passagieren beim Anflug auf La Paz, das auf mehr als 4100 m ueber dem Meeresspiegel liegt heissen Mate de Coca an. In vielen Hotels von La Paz bekommt man dieses Getraenk angeboten, um die Anpassung an die Hoehe zu erleichtern.

Wirkungseintritt
Der Wirkungseintritt von Kokain ist abhaengig von dem Aufnahmeweg. Oral treten die ersten Wirkungen nach ungefaehr 15 Minuten auf, nasal ueber die Schleimhaeute aufgenommen wirkt es euphorisierend nach 3 bis 5 Minuten, intravenoes appliziert entstehen nach 30 bis 45 Sekunden die ersten Zeichen, aber ueber die Lunge aufgenommen treten die euphorischen Wirkungen bereits nach 5 bis 7 Sekunden auf.

Wirkung
Kokain stimuliert das zentrale Nervensystem "von oben nach unten". Die gewuenschten Wirkungen werden durch eine verstaerkte Stimulation des Sympathikus (Rueckresorption der Katecholamine wird verhindert) erreicht. Dadurch entstehen die erwuenschten Wirkungen, wie starke Euphorie, allgemeine Unruhe und Erregung, gesteigerte Aufnahmefaehigkeit und Weckfaehigkeit, Abnahme von Ermuedungserscheinungen und eine Mydriasis. Zu den gewuenschten Wirkungen folgen die Nebenwirkungen und die unerwuenschten Wirkungen des Kokain dazu. Auf die Medulla oblongata wirkt die Droge anregend, so tritt eine erhoehte Atemfrequenz und eine Zunahme des Atemzugvolumens auf. Dieser Atemtyp wird immer schneller und oberflaechlicher, bis er einer Hyperventilation gleicht. Nach der Stimulierung des Atemzentrums folgt aber eine Verminderung der Atmung, die von dem Atemtyp Cheyne-Stokes bis hin zur Atemlaehmung fuehren kann. Aus dieser Hypoxie kann sich eine Arrhythmie mit der Folge eine hypoxischen Hirnschadens entwickeln. Durch die Wirkung der Katecholamine erfolgt eine Vasokonstriktion, die eine Erhoehung des Blutdruckes zur Folge hat. Zusaetzlich verursacht Kokain eine zentrale Erhoehung der Koerpertemperatur. Dieser letzte Effekt ist unter anderem ein Grund warum die Pflanze bei den Indios in Suedamerika gekaut wird (in mehr als 4.000 m Hoehe ist es auch viel kaelter).

Die akute Intoxikation mit Kokain wird in drei verschiedene Phasen unterteilt. Die erste Phase, die Phase der fruehen Stimulation, kann bereits durch sehr geringe Mengen der Droge ausgeloest werden. Ihr folgt die Phase der spaeten Stimulation und zum Schluss die Phase der Depression.

Phase der fruehen Stimulation
In dieser Phase kommt es bei dem Anwender, bereits bei sehr kleinen Dosen, zur Euphorie mit einem gesteigerten Wohl- und Lustgefuehl. Hemmungen werden beseitigt, der Antrieb gesteigert, das Selbstgefuehl gehoben, die Angst abgebaut und die Sexualitaet angeregt. Zusaetzlich ist eine lokalanaesthetische Wirkung zu beobachten. Oft tritt bei den Patienten eine Redezwang auf. Zur Uebelkeit mit Erbrechen kommt eine innere Erregung mit einer starken koerperlichen Unruhe. Die zentral stimulierende Wirkung und die Herabsetzung der Krampfschwelle im ZNS koennen vor allem im Gesicht zu Muskelzuckungen fuehren. Die Patienten erleben Halluzination im optischen(Schneelichter), akustischen und taktilen (Kokainwanzen) Bereich. Wie bereits erwaehnt kommt es zu einer Steigerung der Koerperkerntemperatur. Auch in diesem Stadium kommt es schon zu Effekten am Kreislauf. Der Blutdruck steigt auf Werte die um 15 bis 20 % oberhalb der gewohnten Norm liegen. Am Anfang kommt es zu einer leichten Bradykardie, die meist nicht bemerkt wird und sich kurze Zeit spaeter in eine Tachykardie mit Werten von mehr als 30 bis 50 % oberhalb der Normwerte entwickelt. Zusaetzlich kann eine Arrhythmie auftreten. Die Atemfrequenz und das Atemminutenvolumen nimmt zu. Schliesslich bekommt der Patient das Gefuehl des persoenlichen Untergangs und geht in die zweite Phase ueber. In dieser Phase muss der Rettungsdienst sofort eingreifen, um das nun folgende Kreislaufversagen zu verhindern.

Phase der spaeten Stimulation
In dieser Phase findet eine verminderte Reaktion auf alle aeusseren Reize statt und es tritt eine allgemeine Hypereflexie auf. Die tonisch-klonischen Muskelkontraktionen koennen sich bis hin zum Status epilepticus steigern. Der Blutdruck und die Herzfrequenz steigen weiter an. In sehr seltenen Faellen kommt es auch zu einem Abfall des Blutdruckes bei einer ventrikulaeren Arrhythmie, meist wird der Puls aber schlecht tastbar und steigert seine Frequenz mit Unregelmaessigkeiten. Nun folgt erst eine periphere Zyanose, die dann in eine zentrale Zyanose uebergeht. Ihr folgt der Uebergang der Atmung in den Cheyne-Stokes-Typ. Nach dieser Phase geht der Patient in die Phase der Depression ueber.

Phase der Depression
Die depressive Phase ist gekennzeichnet durch die schon sehr lange anhaltende Extremstimulation von saemtlichen Funktionen des zentralen Nervensystems. Daraus folgt ein Versagen der Atem- und Kreislaufreaktion. Der Patient verstirbt entweder an den Folgen eines Atemstillstandes, der Laehmung von lebenswichtigen Hirnzentren, meist aber durch die Folgen eines Kammerflimmerns.

Folgen des Dauerkonsums
Als dauerhafte Folgen eines Gebrauchs von Kokain koennen die Halluzinationen der optischen, akustischen und taktilen Art bestehen bleiben. Psychische Folgen koennen Ängste aller Art, Depressionen, Schuldgefuehle, Suizidgedanken und Psychosen sein. Durch die Toleranz folgen Antriebsstoerungen. Koerperliche Zeichen koennen eine Impotenz sein. Kardiale Auswirkungen koennen zu einem akuten Myokardinfarkt und zu Arrhythmien fuehren. Weitere Folgen der Droge koennen sich in der Ruptur der Aorta ascendens, Subarachnoidalblutungen, Apoplexien und eine intestinale Ischaemie sein.

Massnahmen des Rettungsdienstes
Bei Intoxikationen mit Kokain ist die Droge oft noch mit weiteren Stoffen verschnitten, die die kardiotoxischen Wirkungen verstaerken. Aus diesem Grund ist meist nur eine symptomatische Therapie, mit dem Ziel den Sympathikotonus zu daempfen, moeglich. Vor allem an den Schutz des Herzens muss gedacht werden. In der praeklinischen Phase sollten, nicht nur bei der Intoxikation mit Kokain, moeglichst kurz wirksame Praeparate eingesetzt werden. Bei ventrikulaeren und supraventrikulaeren Arrhythmien und Tachykardien kann der kurz wirksame b-Rezeptorenblocker Esmolol (Brevibloc®) in einer Dosierung von 0,25 mg / kg KG eingesetzt werden. Die Anwendung muss sehr vorsichtig vorgenommen werden. Die Gabe von Lidocain bei ventrikulaeren Extrasystolen ist umstritten, falls dieser Wirkstoff jedoch eingesetzt wird, dann in einer Dosierung von 50 - 100 mg. Eine Hypertonie kann zum einen mit Glyceroltrinitrat (Nitrolingual®) 2 - 4 Huebe, oder mit den a-Blockern Urapidil (Ebrantil®) 25 - 50 mg oder Clonidin (Catapresan®) 0,15 mg fraktioniert, begegnet werden. Bei einer zentralen Erregung sollten auch hier wiederum kurzwirksame Praeparate eingesetzt werden. Zur Sedierung stehen das Thiopental (Trapanal®) in einer Dosierung von 50 - 100 mg, oder kurzwirkende Benzodiazepine, wie das Midazolam (Dormicum®) 5 - 15 mg, zur Verfuegung. Die gleichen Medikamente koennen zur Therapie des eventuell auftretenden Status epilepticus verwendet werden. Bei dem letztgenannten Krankheitsbild kann es sinnvoll sein den Patienten zu relaxieren. Bei einem relaxierten Patienten muss auch eine Intubation erfolgen. Alle Patienten mit einer Kokainintoxikation sind engmaschig zu ueberwachen.

Vermeidbare Fehler
Das Personal des Rettungsdienstes und das Personal in der Klinik ist meistens mit der regelgerechten Versorgung eines Kokainintox nicht vertraut, oder erkennt ihn nicht sofort. Aus diesem Grunde kommt es sehr schnell zur Anwendung der "3P-Therapie": Psychische Restriktion, Phenothiazine in gesteigerten Dosen, Psychiatrische Abteilung. Dieses Vorgehen ist aber nicht das Mittel der Wahl. Die Kunst (ART)der Versorgung einer solchen Vergiftung liegt in einer Akzeptanz der Situation, Reduktion aeusserer Reize und dem T, dem Herunterreden ("Talk down"). Nach dieser Regel ist vor allem bei Kokainvergiftungen vorzugehen.

Anmerkung
Man muss sich selbst darueber klar werden, dass man selbst von Drogen abhaengig ist, oder aus welchem Grund trinkt man am Morgen Kaffee oder Tee !?

 

Heroin bekannt als: Shore, Gift.

Beschreibung:
Heroin gehoert zu der Gruppe der Opiaten. Das di-acetyl-morphin wird aus der Opiumrohmasse gewonnen. Der Saft der Kapsel vom Schlafmohn (Papaver somniferum) mit dem Morphium wird chemisch umgewandelt.

Aufnahme:
Meist wird die Droge intravenoes appliziert (gefixt). Es besteht aber auch die Moeglichkeit sie nasal (geschnupft, snorting) aufzunehmen, sie zu rauchen und sie zu schlucken (geringe Wirkung).

Allgemeines und Wirkung:
Heroin ist die derzeitig am meisten eingenommene harte Droge, verliert aber in den letzten Jahren immer mehr an Boden gegenueber dem Kokain. In der letzten Zeit kamen unter den Namen Speedballs oder auch Cocktail eine Kombination von Heroin und Kokain in den Handel. Diese Droge laesst bei den Anwendern die Aggression sehr stark steigern !

Heroin wirkt schmerzstillend und euphorisierend. Negative Empfindungen, wie Schmerzen, Leeregefuehle und Angst werden schon kurz nach der Einnahme ueberdeckt und durch ein Gluecksgefuehl (Flash) ueberdeckt. Die euphorisierende Wirkung des Heroin nimmt aber schon nach kurzer Anwendungszeit ab. Von nun ab ist die physische Abhaengigkeit der Antrieb zur Sucht. Die psychische und physische Abhaengigkeit ist schnell nach einem regelmaessigen Konsum vorhanden. Wenn der Anwender keine Droge erhaelt treten typische Entzugserscheinungen auf.

Gefahren:
Akute Gefahren entstehen durch eine Bewusstlosigkeit mit einer Erstickungsgefahr durch Aspiration. Bei Ueberdosierungen kann es zu Atemlaehumgen kommen. Eine Gefahr besteht auch durch giftige Beimengungen. Oft werden durch die unsterilen Spritzen Infektionskrankheiten (Hepatitis, AIDS) uebertragen. Man geht davon aus, dass bereits 80 % der Abhaengigen an einer Hepatitis C leiden. Fuer die Erzeugung der Sucht sind spezielle Rezeptoren im Nervensystem verantwortlich.

Intoxikationen:
Zum groessten Teil handelt es sich um versehentliche Ueberdosierungen. Der Reinheitsgehalt des auf der Strasse gehandelten Heroins schwankt zwischen 5 und 90 % ! Der goldene Schuss entsteht entweder in suizidaler Absicht oder durch eine Vorbehandlung mit Naloxon. Die im Rettungsdienst nicht bestimmbare toedliche Dosis betraegt 50 mg und mehr an Heroin. Als Anzeichen fuer eine Intoxikation kann eine typische Fixerumgebung und / oder eine Fixerstrasse, teilweise mit Spritzenabszessen sein. Bei den Patienten sind Bewusstseinsstoerungen bis hin zur Bewusstlosigkeit zu erkennen. Die Atmung ist durch eine Bradypnoe bis hin zum Atemstillstand gekennzeichnet. Den Patienten ist oft uebel bis hin zum Erbrechen. Eine Hypothermie ist haeufig zu erkennen. Die Engstellung der Pupillen gibt keinen Hinweis auf die aufgenommene Menge an Heroin.

Massnahmen:
Im Vordergrund steht die Sicherung und Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen. Bei allen Patienten ist der Blutzucker zu bestimmen. Agitierte Patienten koennen durch Midazolam (Dormicum®) sediert werden. Der Transport erfolgt immer unter aerztlicher Aufsicht. Bei der Untersuchung des Patienten nicht in die Taschen greifen, das sich dort bereits verwendete Injektionsnadeln befinden koennen. Naloxon sollte nur als Diagnostikum eingesetzt werden. Ein Patient, dem die Wirkung der Droge durch Naloxon entzogen wurde, wird die Therapie des Rettungsdienstes verweigern. Um die Rauschwirkung wieder zu bekommen und die Entzugssymptomatik zu reduzieren, wird dich der Patient wieder die Droge zufuehren. Auch die zweite Gabe an Heroin bringt keine Wirkung, da das Naloxon immer noch wirkt. Wenn das Naloxon abgebaut ist, bzw. keine Wirkung mehr hat, kommt die Wirkung des ersten Schusses und auch die Wirkung des zweiten Schusses. Nun besteht die akute Gefahr der Ueberdosierung.

 

GHB bekannt als: Fantasy, Liquid E, Liquid X

Beschreibung:
Gammahydroxybutyrat ist eine koerpereigene Substanz, die wahrscheinlich einen Neurotransmitter darstellt. Vor mehr als 30 Jahren wurde die Substanz das erste Mal kuenstlich hergestellt. Auch heute sind viele verschiedene Reinheitsgrade im Handel. Es soll das Wachstumshormon stimulieren und wurde aus diesem Grund von Bodybuildern verwendet. Ben Johnson hat GHB als Dopingmittel verwendet. Der freie Verkauf wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika durch die FDA ab dem Jahre 1990 verboten. In der Medizin wurde und wird der Stoff nicht eingesetzt. Es sind Todesfaelle bekannt geworden. Dabei wurde GHB meist mit anderen Drogen, wie Alkohol, Heroin oder XTC kombiniert. Gammahydroxybutyrat unterliegt nicht dem BtMG.

Wirkung:
Nach einer oralen Aufnahmen kommt es bereits nach 15 Minuten zu den ersten Wirkungen, die bis zu drei Stunden anhalten kann. Die Symptomatik soll der des Ecstasy aehneln. Die negativen Wirkungen und auch die Langzeitwirkungen des Ecstasy sollen aber nicht auftreten. Das Hauptrisiko bei der Einnahme besteht darin, dass der User nichts ueber die Reinheit, Konzentration und die Kombination mit anderen Rauschdrogen bekannt ist. Bei der Aufnahme von puren GHB sollen wenig gefaehrliche Nebenwirkungen auftreten. Bei hohen Dosen kann eine starke Sedierung auftreten. Es kann zu einem Koma, Laehmungen, Kraempfen und Verwirrtheit kommen.

Massnahmen:
Es existiert kein Antidot. Die Massnahmen erfolgen symptomatisch.

 

ECSTASY bekannt als MDMA (Methyldimethoxymetamphetamin)

Wirkung:
MDMA setzt nach der Einnahme den Botenstoff Serotonin frei. Der Konsument wuenscht sich als Wirkung von der Droge ein distanziertes Wohlbefinden. Die Droge reduziert die Muedigkeitserscheinungen und steigert den Antrieb. Zusaetzlich wird die Stimmung und das Selbstwertgefuehl bei dem Konsumenten gehoben. Die Bereitschaft zur Kommunikation wird erhoeht, Hemmungen schwinden und der User hat ein Gefuehl von Frieden, Mitgefuehl und Fuersorge.

Symptomatik:
Typisch fuer die Intoxikation ist eine Steigerung der Koerperkerntemperatur und die Moeglichkeit eines akuten Nierenversagens. Sehr oft sind tachykarde Rhythmusstoerungen bis hin zum Kammerflimmern zu erkennen. Der Anstieg des Blutdrucks loest die Agilitaet und die Ruhelosigkeit des Konsumenten aus. In wenigen Faellen kann der Blutdruck so stark steigen, dass intrakranielle Blutungen ausgeloest werden koennen. Die zentrale Stimulation loest Delirien, Kraempfe, einen Tremor, Halluzinationen und eine Ruhelosigkeit aus. Bei Kindern wird oft ein zweiphasiger Verlauf beobachtet. Zuerst kommt es zu einer Depression des ZNS, die in eine Erregung uebergeht. Dies kann manchmal erst nach Stunden auftreten.

Unerwuenschte Wirkungen:
Durch die analgetische Potenz der Droge wird das Schmerzempfinden reduziert bis eingestellt. Das erklaert, dass die Konsumenten mit offenen Wunden an den Fuessen noch weiter tanzen. Das Durstempfinden und die Schweissproduktion werden eingestellt. Daraus resultiert eine Erhoehung der Koerpertemperatur und die Dehydratation des Patienten. Am Herzen wirkt MDMA mit stark ausgepraegten Tachykardien. Schon bei einer einmaligen Einnahme von MDMA sind Apoplexien und Herzinfarkte dokumentiert worden. Die Patienten zeigen Stoerungen des Bewusstseins und eine Reduzierung der optischen und akustischen Faehigkeiten. Die Pupillen koennen weit und traege werden. Auf die so oft benannten Änderungen der Pupillen wuerde ich nicht so grossen Wert legen. Zahlreiche Untersuchungen und auch meine Erfahrungen im Rettungsdienst haben gezeigt, dass die Pupillenreaktion meist in keinem Zusammenhang zu der Art oder der Menge der aufgenommen Droge steht.

Toxizitaet:
Fuer Kinder ist die toedliche Dosis bei ca. 5 mg / kgKG MDMA anzusiedeln. Bei Erwachsenen ist die Dosis auf ca. 10 - 20 mg / kgKG zu erhoehen. In der Literatur sind viele toedliche Ausgaenge (auch bei einmaliger Einnahme !) durch ein akutes Nierenversagen, Leberinsuffizienzen und maligne Hyperthermien dokumentiert. Absolut sicher fuehrt MDMA zu einer unwiederbringlichen Schaedigung des ZNS. Typisch fuer die User ist die sich schnell entwickelnde Toleranz mit einer Dosissteigerung bis zum Hundertfachen. Leider erfolgt heute immer mehr der Umstieg auf reines Metamphetamin .

Unerwuenschte psychische Wirkungen:
Schon nach einer einmaligen Einnahme von MDMA sind schwere Depressionen und angstgepraegte Wahrnehmungsstoerungen dokumentiert worden. Typische Folgen von oefter konsumierten XTC sind anhaltende Psychosen, Ängste und Depressionen.

Massnahmen:
Bei der Versorgung einer Intoxikation stehen keine spezifischen Antidote zur Verfuegung. Die wesentlichen Massnahmen bestehen in einer Aufrechterhaltung und Sicherung der Vitalfunktionen. Die Anwendung des "Talk down" ist wesentlich. Da die Patienten keine Fluessigkeit zu sich genommen, sich aber trotz allem viel bewegt (getanzt) haben ist die fruehzeitige Zufuhr von Elektrolyten und Glukose zwingend notwendig. Die grosszuegige Gabe von isotonen Loesungen kann die Temperatur senken. Die Therapie der Hyperthermie sollte ebenfalls praeklinisch vorgenommen werden. Die Patienten koennen mit Midazolam (Dormicum®) sediert werden. Bei schweren Hypertensionen helfen nur Alpha-Blocker, wie das Urapidil (Ebrantil®). Die Tachykardien werden durch ss-Blocker, z. B. Esmolol (Brevibloc®), Pindolol (Visken®), Metroprolotartrat (Beloc®), Propanolol (Dociton®) therapiert.

 

CANNABIS und seine (Aus-) Wirkungen:

Die Wirkung tritt beim Rauchen nach wenigen Minuten ein und haelt zwei bis drei Stunden an. Bei oraler Aufnahme kommt es erst nach ½ bis 2 Stunden zu einer Wirkung. Diese haelt aber drei bis fuenf Stunden an. Bei der oralen Zufuhr muss die Menge an Cannabis um das zwei- bis dreifache erhoeht werden, um die gleiche Wirkung wie beim Rauchen zu erhalten. Die Wirkung der Droge stellt sich durch eine gehobene Stimmung, Euphorie und Heiserkeit dar. Der Antrieb ist reduziert und Stoerungen des Denkens und der Konzentration sind erkennbar. Die Patienten haben Illusionen, Erinnerungsstoerungen, Gedaechtnisstoerungen, sind leicht abzulenken und fuer viele Reize offen.

Dauerkonsum:
Eine psychische Abhaengigkeit, mit einer geringen Tendenz zur Steigerung der Dosis und eine Toleranzbildung ist oft vorhanden. Auf den Koerper wirkt ein Dauerkonsum durch Erkrankungen am Lungen- und Bronchialsystem. Es kann zu Änderungen des Immunsystems kommen. Schaedigungen der Leber und des zentralen Nervensystems sind moeglich. Sexuelle Stoerungen und Veraenderungen der Chromosomen sind dokumentiert. Die Patienten bleiben schlaefrig und immer muede. Es besteht die Moeglichkeit, dass sich Psychosen entwickeln koennen.

Massnahmen:
Es existiert kein Antidot. Agitierte Patienten sind, z.B. mit Midazolam (Dormicum®), zu sedieren. Alle weiteren Massnahmen erfolgen symptomatisch.

 

ASS (Azetylsalizylsaeure)

Toedliche Dosis:
Erwachsene: 10 - 40 g oral Kinder 0,4 - 0,5 g/kgKG

Allgemeines:
Das Medikament kann ab Dosierungen ab 2 g (= 4 Tabletten à 500 mg) eine berauschende Wirkung haben. Die Moeglichkeit einer psychischen Abhaengigkeit ist moeglich. Azetylsalizylsaeure ist frei verkaeuflich und Bestandteile von vielen Schmerzmitteln.

Akute Intoxikationen:
Eine akute Vergiftung macht sich durch eine Hyperventilation (Ausgleich der Azidose), Magenschmerzen, Verwirrtheitszustaenden, Delirien, Schwindel, Dyspnoe, Kreislaufstoerungen, Bewusstseinsstoerungen bis Koma, Hyperthermie und einem akuten Nierenversagen bemerkbar.

Chronischer Gebrauch:
Azetylsalizylsaeure wirkt nephrotoxisch. Es kann auch eine toxische Hepatitis, eine Gastritis, gastrointestinale Blutungen, Anaemien, Bronchospasmen und zu Geschwueren im Magen und Zwoelffingerdarm zu erkennen sein. Es besteht die Moeglichkeit der psychischen Abhaengigkeit.

Massnahmen:
Bei Atemstoerungen ist der Patient zu intubieren und zu beatmen. Bei der Beatmung sollte eine leichte Hyperventilation vorgenommen werden. Ein Ausgleich des pH-Wertes kann erst in der Klinik erfolgen. Alle weiteren Massnahmen erfolgen symptomatisch.

 

Amphetamine und seine Namen: Speed, Weckamine.

Allgemeines:
Alle Amphetamine werden als Aufputschmittel missbraucht. Meist werden die zum groessten Teil synthetischen Stoffe in privaten Labors hergestellt. Diese Labors sind zum groessten Teil schlecht ausgeruestet. Die schlechte Ausruestung hat auch Auswirkung auf die Qualitaet der Droge. Angeblich sind Amphetamine leicht herzustellen. Amphetaminen koennen geschluckt, gesnieft oder gespritzt werden.

Wirkung:
Amphetamine reduzieren das Muedigkeitsgefuehl und putschen den User auf. Es kann eine kurzfristige Leistungssteigerung zu erkennen sein, da die Drogen die Schutzmechanismen des Koerpers aufheben koennen. Die Droge wird genommen um eine Erhoehung der Leistungsfaehigkeit und / oder eine euphorische Wirkung zu erhalten. In der Humanmedizin wurden Amphetamine als Appetithemmer eingesetzt. Auf Grund der starken Nebenwirkungen werden sie schon seit laengerer Zeit nicht mehr verwendet und aus dem Handel genommen. Als Dopingmittel werden die Substanzen nicht verwendet, da sie sehr leicht nachzuweisen sind. Vom theoretischen Standpunkt her ist ein Doping moeglich. Auch in Pflanzen, z.B. Catha edulis, sind Amphetamine enthalten. Die Stoffe sind indirekt wirkende Sympathomimetika. Die Wirkungen und die Nebenwirkungen aehneln denen des Ecstasy.

Spaetfolgen:
Eine extreme psychische Abhaengigkeit ist haeufig. Nach laengerer Einnahmezeit tritt eine Schlaflosigkeit und Ruhelosigkeit ein. Oft sind Wahnvorstellungen vorhanden. Um die Schlaflosigkeit zu bekaempfen werden haeufig Schlafmittel genommen. Der Bezug zur Realitaet verliert sich. Ein chronischer Gebrauch kann zu einer schwer therapierbaren Amphetamin-Psychose fuehren. Typisch fuer laengeren Konsum ist ein pulmonaler Hochdruck mit Schaedigungen des Kreislaufes.

Kritische Wirkungen:
Vor allem das Risiko der nicht zu kontrollierenden Dauer und Staerke des Rausches sind von dem Anwender nicht zu unterschaetzen. Auch der unbekannte Reinheitsgrad und die unbekannte Zusammensetzung der Droge stellen ein grosses Risiko dar. Oft werden Amphetamine mit anderen Drogen kombiniert, um eine staerkere Wirkung zu erhalten. Vor allem die Droge LSD ist oft mit Speed gestreckt.

Massnahmen:
Bei der Versorgung einer Intoxikation stehen keine spezifischen Antidote zur Verfuegung. Die wesentlichen Massnahmen bestehen in einer Aufrechterhaltung und Sicherung der Vitalfunktionen. Die Anwendung des "Talk down" ist wesentlich. Die fruehzeitige Zufuhr von Elektrolyten und Glukose kann notwendig werden. Die grosszuegige Gabe von isotonen Loesungen kann die Temperatur senken. Die Therapie der Hyperthermie sollte ebenfalls praeklinisch vorgenommen werden. Die Patienten koennen mit Midazolam (Dormicum®) sediert werden. Bei schweren Hypertensionen helfen nur Alpha-Blocker, wie das Urapidil (Ebrantil®). Tachykardien werden durch ss-Blocker, z. B. Esmolol (Brevibloc®), Pindolol (Visken®), Metroprolotartrat (Beloc®), Propanolol (Dociton®) therapiert.

 

Alkohol (Ethanol)

Toedliche Dosis: Erwachsene 2 - 3,5 g / kg Koerpergewicht Kinder 1 g / kg Koerpergewicht

Fuer viele Mitarbeiter im Rettungsdienst sind alkoholisierte Patienten ein unbeliebter Notfall. Trotz allem Ekel vor dem Geruch sind auch diese Patienten oft in einer vitalen Bedrohung und benoetigen die qualifizierte Versorgung durch das Rettungsdienstpersonal. Bei jedem bewusstseinsgestoerten mit Alkohol intoxikierten Patienten besteht die Indikation des Notarztrufes. Das bekannteste Symptom ist der Geruch nach Alkohol in der Ausatemluft. Den Patienten ist oft uebel und sie muessen erbrechen. Die Patienten haben eine trockene, heisse Haut, sind erregt bis desorientiert und koennen auch krampfen. Zusaetzlich ist eine Hypothermie erkennbar. Der Blutzucker ist meist erniedrigt. Stoerungen des Bewusstseins koennen mit einer Atemdepression zu einer Bedrohung der Vitalfunktionen fuehren.

Die Massnahmenbestehen aus einer Kontrolle und Sicherung der Vitalfunktionen. Der Patient erhaelt Sauerstoff, oder muss sogar beatmet werden. Nach der Bestimmung des Blutzuckers kann die Gabe von Glukose notwendig werden.

 

Trompetenbaum: Engelstrompete, Flyer, Tuner, Tee

Beschreibung:
Die Zimmerpflanze oder Topfpflanze kann eine Hoehe bis zu 5 m erreichen. Die Blaetter stehen wechselstaendig, sind eifoermig mit einem gewellten Rand. Als Blueten treten einzelne, 10 - 30 cm lange, weisse bis cremefarbene Strukturen auf. Sie stehen einzeln, haben einen trichterfoermigen Saum mit 5 Zipfeln und sind kurzgestielt

Bluetezeit: August – Oktober, Vorkommen: Die Heimat der Pflanze ist Brasilien. Bei uns ist sie eine beliebte Zier- und Kuebelpflanze, die in Gaerten und Parks angetroffen wird.

Wirkstoffe:
In der Pflanze ist Scopolamin (bis zu 80 %), Hyoscyamin, Atropin und weitere Alkaloide gefunden worden.

Giftige Teile:
Die ganze Pflanze, vor allem Wurzeln und Samen, sind sehr stark giftig.

Toxizitaet:
Schon der Duft der Blueten soll zu Vergiftungen oder narkotischen Wirkungen mit Kopfschmerzen, Uebelkeit und Erbrechen fuehren. Todesfaelle durch die nicht erkannte Vergiftung mit Atropin sind bekannt.

Wirkung:
Eine Vergiftung mit den Pflanzen zeigen sich durch eine rote, heisse und trockene Haut und Schleimhaut, einer starken Hautreizung, Uebelkeit, Erbrechen, Unruhe, Verwirrtheit und einem verstaerktem Traenenfluss. Durch die zentrale Wirkung der Alkaloide kommt es zu Fieber, Sehstoerungen, Durst, Tachycardie, Kraempfe, Mydriasis bei lichtstarren Pupillen und Erregungs- bis Tobsuchtsanfaellen. Die Vergiftung kann durch einen Atemstillstand toedlich ausgehen. Bei den auftretenden Rauschzustaenden findet man optische Halluzinationen und Bewusstseinsstoerungen. Die Halluzinationen treten 2-4 Stunden nach der Einnahme auf und koennen ueber mehrere Tage erhalten bleiben. Durch die zentralsedierende Wirkung wird die Pflanze in ihrer Heimat als Ersatzdroge verwendet. Die Mydriasis bleibt von allen Symptomen am laengsten erkennbar. Mengen ab 0,3 g der Pflanze gelten als giftig. Durch die heute eingefuehrten Zuchtformen kann die Toxizitaet vermindert oder gar ganz aufgehoben sein. Wissenschaftliche Untersuchungen sind noch nicht durchgefuehrt worden.

Massnahmen:
Bei einer Vergiftung muss sofort medizinische Kohle gegeben werden.Eine Sedierung des Patienten kann mit Diazepam oder mit Midazolam vorgenommen werden. Eventuell ist eine Intubation und eine Beatmung noetig. Als spezifisches Antidot kann Physostigminsalicylat eingesetzt werden. In der praeklinischen Phase sollte dieses Medikament nur bei dringender Indikation und unter Monitor-Kontrolle eingesetzt werden. Bei einer einsetzenden Bradycardie, starken Speichelfluss und Erbrechen ist die Gabe sofort zu unterbrechen. Physostigminsalicylat behebt die Arrhythmie, das Fieber, die Hautroetung, die Mundtrockenheit, die Mydriasis und die Halluzinationen. Die Dosierung betraegt bei einem Kind 0,5 mg langsam i.v. oder i.m. und bei einem Erwachsenen 2 mg langsam i.v. . Bei Kindern kann eine Dosis bis 2 mg alle fuenf Minuten und bei einem Erwachsenen 1 - 4 mg alle 20 Minuten nachgespritzt werden.

 

PILZE:
Da der Psiloc(yb)ingehalt abhaengig von der Pilzart, aber auch innerhalb der gleichen Art stark variieren kann, ist ein Rueckschluss von der konsumierten Pilzmenge in aufgenommenes Psiloc(yb)in nicht ohne weiteres moeglich. Als Groborientierung kann gelten, dass 10 mg halluzinogene Stoffe in etwa 2g getrockneten Stropharia cubensis, 1g Psilocybe semilanceata oder 0,5g getrockneten Psilocybe cyanescenes enthalten sind.

   * 3mg Psilocybin: erste schwache koerperliche und geistige Wirkung werden wahrgenommen.
   * 5-10mg: Halluzinationen werden in Form schnellfliessender ueberaus farbenvoller Bilder bei geschlossenen Augen wie in einem "Film" erlebt. Bis zu dieser Menge wirkt Psilocybin/Psilocin noch stark antriebssteigernd, und damit auch auf Parties tanzfoerdernd.
   * Ab ca. 10mg: auch die von den Augen wahrgenommene Umwelt wird in andere Formen und in andere Farben uminterpretiert.
   * Ab ca. 20mg: zusaetzliche Bewusstseinsveraenderungen treten auf ( Man glaubt an einem anderen Ort oder in einer anderen Zeit zu sein). Gleichzeitig sind aber erhebliche Gleichgewichts- und Orientierungsstoerungen nicht selten.
   * Ca. 60-100mg: hoechste, bei speziellen psychotherapeutischen Sitzungen angewandte Dosis
   * Ca. 20.000mg: vermutete letale Dosis beim Menschen!!!