Butterhexe aus Semlin vom Werlich-Clan aus Semlin im Havelland. Ilona, Fritz, Kerstin, Sven, Nadin, Lea, Werlich, Selke, Schober

...auch wir in Semlin haben ein Denkmal.

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puff

Dieses Denkmal soll an die
letzte Hexenverbrennung erinnern.

"Die Butterhexe"

Ein Hexenprozess aus dem Havelland

Eine der grausigsten Erscheinungen des Mittelalters, die ihre duesteren Schatten noch in unsere aufgeklaerte Zeit wirft, sind die Hexenverfolgungen. Die Ursache dafuer lag in dem Irrwahn, dass es Menschen gaebe, die mit uebernatuerlichen Kraeften ausgeruestet seien, welche sie vom Teufel oder boesen Geistern empfangen haetten.

Dass auch unsere Gegend in diesem Trauerspiel mitwirkte, beweist die Verhandlung, welche im Schulzengericht zu Semlin vom kaiserlichen Notar Abraham Wiegerdt aus Rathenow aufgenommen wurde.

Da aber die adlige Gerichtsobrigkeit bei schweren Verbrechen, zu denen auch die Hexerei zaehlte, nicht zustaendig war, wurden die Akten zur Entscheidung dem Schoeppenstuhl zu Brandenburg uebersandt.

Anna Rahns, die Frau von Kasper Roppien, wurde beschuldigt, einem Leineweber aus Ferchesar, namens Andreas Dielass, ein halbes Pfund Butter verkauft zu haben, welches mit Haaren und Wolle verunreinigt war.
Dieser soll die Butter seinem Freund Hans Schoenemann ueberlassen haben.

Nach ausfuehrlichen Zeugenaussagen, die die verunreinigte Butter bestaetigten, wurde die Kasper Roppiensche befragt.

Sie stritt vor Gericht alles ab, sie habe nur Salz in die Butter getan. Der Teufel oder einer, der Ihr nicht gut waere, haette wohl die Hand im Spiel und ihr die Butter verfaelscht.
Dem Leineweber habe sie reine Butter verkauft, und wenn sie wuesste, wer dafuer verantwortlich sei, wuerde sie ihn brennen lassen.

Offensichtlich widerstand sie nicht der Folter des Schoeppenstuhls zu Brandenburg.
Anna Roppien wurde vom hohen Gericht fuer schuldig befunden und verurteilt.

1672 wurde sie als letzte Hexe in Rathenow oeffentlich verbrannt.

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